Rund 213‘000 Besucherinnen und Besucher kamen, sahen und erlebten Geschichte an den sechs originalen Schauplätzen. Damit ist das Museum Aargau in die Liga der bestbesuchten Kulturangebote der Schweiz aufgestiegen. Zum erfreulichen Ergebnis trugen auch die siebzig Museumsfreiwilligen bei, die mit viel Begeisterung das Museumsteam tatkräftig unterstützten. Der brandneue Jahresfilm mit den schönsten Bildern der Zeitreise „Von den Römern bis in die Barockzeit“ ist auf www.museumaargau.ch und auf YouTube zu sehen.
Im Jahr 2011 startete das Museum Aargau mit zwei neuen Institutionen und grossen Herausforderungen in die Zukunft. Umfangreiche Umbauten standen im Schloss Wildegg an. Das Hauptgebäude, das Dach und vier Nebengebäude muss-ten saniert und ein Besucherzentrum samt Schlossbistro geplant werden. Bis zum Frühjahr 2012 sind alle Bauarbeiten abgeschlossen und am letzten Aprilwochen-ende findet das offizielle Eröffnungsfest zur Übergabe der Schlossdomäne vom Bund an den Kanton Aargau statt.
Ein Meilenstein für den Legionärspfad
Die Integration des Römer-Erlebnisparks Legionärspfad in das Museum Aargau war eine weitere Aufgabe, die es zu meistern galt. Mit einer Reorganisation und neuen erlebnisorientierten Programmen für Familien, Schulklassen und Gruppen wurde das innovative Vermittlungskonzept weiter ausgebaut. Das Resultat spie-gelt sich in der Zunahme der Besucherzahlen um 36 Prozent auf total 32‘000 Personen. Als eigentlicher Renner erweisen sich die Übernachtungen im rekon-struierten Römerlager. Mit mehr als 3'500 Übernachtungen in den Legionärs-unterkünften leistete der Römer-Erlebnispark 2011 einen nicht unwesentlichen Beitrag an die positiven Übernachtungszahlen im Kanton Aargau. Als Höhepunkt wurde der Legionärspfad im November an einer Galaveranstaltung im Kultur-casino Bern mit dem Milestone, dem wichtigsten Preis im Schweizer Tourismus, ausgezeichnet.
Gauner, Vögte und Burkhards Kräuterrezepte waren beliebt
Ein spezieller Höhepunkt im Jahresprogramm waren die Gaunertage auf Schloss Lenzburg. Die Mischung aus spielerischen Gaunereien zum selber Ausprobieren und Darstellungen der harten Wirklichkeit von Verhör und Strafe um 1600 fand beim Publikum grossen Anklang. Mit über 71‘000 Besucherinnen und Besuchern verzeichnete das Museum einen neuen Rekord. Auch Burkhard III. von Hallwyl vermochte mit seinem „Arzneybuch“ aus dem Jahr 1579 das Publikum in den Bann zu ziehen. Die Besucherzahlen konnten um 12 Prozent auf rund 55'000 Personen gesteigert werden.
Das Kloster Königsfelden in paradiesischem Licht
Ein ganz besonderes Erlebnis waren die Engel, Sterne und anderen paradies-ischen Motive aus den berühmten Königsfelder Glasfenstern, die der Licht-künstler Gerry Hofstetter zur Eröffnung des zweiten Jubiläumsjahrs an die alt-ehrwürdigen Mauern der Klosterkirche zauberte. Die spektakulären Projek-tionen, das Glasatelier für Familien und Schulklassen und die stimmungsvolle Feier zum 700 Jahr-Jubiläum der Klosterstiftung waren die Höhepunkte im zweiten Jubiläumsjahr unter dem Titel "Tor zum Paradies 700 Jahre Kloster Königsfelden".
Der neue Jahresfilm ist da
Im Legionärspfad löste das Publikum das Rätsel von Neptun, auf Schloss Habsburg flogen Greifvögel, während in Königsfelden kreative Glasfenster entstanden. Im Schloss Hallwyl mischte Burkhard III. Rezepte und auf Schloss Lenzburg standen sich Gauner und Landvögte gegenüber. Die filmische Zeitreise endet im Barock bei Barbara von Salis, die einst 266 Kilometer reiste, um den Wildegger Schlossherrn, Bernhard von Effinger, zu heiraten. In über 1800 Veranstaltungen und Vermittlungsprogrammen erlebten rund 87'000 Besucherinnen und Besucher eine Zeitreise von den Römern bis in den Barock. Nun ist der filmische Rückblick unter www.museumaargau.ch und auf YouTube zu sehen.
2012 ist ein Frauenjahr im Museum Aargau
„Frauen vor! Weibliche Lebenswelten im Schloss und Kloster“ heisst es 2012 im Museum Aargau. Sechs eindrucksvolle Frauen, die an den historischen Schau-plätzen gelebt und gewirkt haben, erzählen ihre vielfältigen Lebensgeschichten. Ob wohltätig oder aufmüpfig, unzüchtig, geschäftstüchtig oder gar Seelenretterin Ausstellungen und Vermittlungsprogramme gehen den Charakteren, Geschichten und gesellschaftlichen Hintergründen in einem zeitlichen Spektrum von zwei-tausend Jahren auf die Spur.
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