Circus Monti geht 2012 wiederum neue Wege und sorgt mit einem Programm der besonderen Art für Aufsehen. Auf der Suche nach dem Ort, an dem alles möglich ist, versuchen drei liebenswürdige, herzerwärmende Clowns feinsinnig den roten Faden zu spinnen. In einer vertikalen Welt, geschaffen aus Fäden, Garn und Seilen, verstricken sie sich in ihren eigenen Ideen und sind nicht sicher, ob das Ende ihres Seils nun das Ende ist oder dessen Beginn. Zweifelsohne werden aber physikalische Gesetze mit Leichtigkeit ausgehebelt: Artisten hängen kopfüber an dünnen Seilen, fallen regentropfengleich aus der Circuskuppel und wirbeln mit einer unglaublichen Grazilität durch die Lüfte. Verträumte und melancholische Szenen verzaubern und rhythmisch mitreissende Momente sorgen für starke Kontraste. Einzigartige Gruppennummern verschmelzen mit den artistischen Darbietungen zu einem lebendigen Stück Circus.
Artistische Höhepunkte mit Auszeichnungen
Die 15 Artistinnen und Artisten sorgen für eindrückliche Höhepunkte. Das Duo Chris & Iris begeistert mit einer mehrfach ausgezeichneten Hand auf Hand-Nummer. Soeben ist diese innovative Darbietung am Festival Cirque de Demain in Paris – dem wohl bedeutendsten Nachwuchsfestival – mit der Silbermedaille prämiert worden. Sinnlich und kraftvoll glänzt Avital Pöschko in einer Darbietung an Strapaten. Auch ihre Leistung ist mit einer Silbermedaille – am Young Stage Festival 2010 in Basel – honoriert worden. Das Trio DAC, drei junge Akrobaten, zeigen auf ihrem Schleuderbrett halsbrecherische Sprünge bis beinahe unter die Zirkuskuppel und sorgen für entsprechenden Nervenkitzel. Zwei herausragende Luftnummern am Trapez und am Vertikalseil verzaubern durch Ästhetik und Witz und der Kanadier Simon Nadeau überzeugt mit einer dynamischen Leiterakrobatikdarbietung. Der 16-jährige Mario Muntwyler – er feiert 2012 sein 10-jähriges Jubiläum in der Monti-Manege – überrascht gemeinsam mit Jochen Pöschko mit einer völlig neu einstudierten Jongliernummer. Keulen wirbeln durch die Luft und Bälle werden mit solch einer Geschwindigkeit gegen den Boden geschleudert und wieder gefangen, dass deren genaue Anzahl unerkennbar bleibt. Optisch hinreissend wird aber deren Flugbahn sichtbar. Johannes Muntwyler verblüfft in einer nicht ganz ernst gemeinten, dafür umso überraschenderen und humorvollen Illusionsdarbietung das Publikum sowie die Clowns gleichermassen.
Vertikale Welt als Hauptthema
Das Kreativteam rund um den Theaterschaffenden Schang Meier und den Artisten Andreas Muntwyler geht mit monti 2012 – kopfüber! neue Wege. So werden die Zuschauerinnen und Zuschauer mit einem neuen, zur Inszenierung passenden Artisteneingang überrascht. Hunderte von roten Baumwollseilen bilden das zentrale, visuelle Element und dienen gleichermassen als Vorhang, Kulisse und Spielfläche. Die Vertikale wird zusätzlich mit eigens konstruierten LED-Leuchtkörpern untermauert. Damit entsteht im Chapiteau ein neuartiges Raumgefühl. "Ausgangspunkt war eine Seil-Darbietung einer Monti-Artistin. Daraus hat sich der Seilvorhang und die Vertikale als Hauptthema entwickelt", kommentieren Schang Meier und Andreas Muntwyler den Beginn des kreativen Prozesses. "Wir konnten unsere Ideen und Konzepte stimmungsvoll verwirklichen und mussten kaum Kompromisse eingehen. Die erschaffene vertikale Welt kommt unseren ursprünglichen Vorstellungen sehr nahe."
Resli Burri als Komponist
Erstmals fungiert der Berner Musiker Resli Burri – langjähriges Band-Mitglied von Patent Ochsner und aktuell mit der Comedy-Band Les Trois Suisses unterwegs – als Monti-Komponist. Gekonnt hat er passend zum Programm verschiedenste Stile und Rhythmen vermischt und damit einen weiteren, berührenden Mosaikstein im Gesamtkonzept geschaffen. "Monti ist ein Circus, der Musik ernst nimmt", freut sich Burri. Sein Ziel, damit möglichst viele Emotionen zu transportieren, hat er mit seinen Kompositionen mehr als erreicht, und das siebenköpfige Circusorchester versteht es, diese mit viel Fingerspitzengefühl gekonnt umzusetzen.
Das Gesamtkunstwerk wird durch die von Barbara Mens kreierten Kostüme sowie das zauberhafte Lichtkonzept von Christoph Siegenthaler wirkungsvoll vollendet. Solch ganzheitliche und aufwändige Inszenierungen sind in der Circusszene weit über die Landesgrenzen hinaus einzigartig und stossen auf viel Beachtung und Begeisterung.
Zum 28. Mal auf Tournée
Nicht umsonst gilt Monti als aussergewöhnlicher Circus. Monti-Programme sind ein Mosaik aus artistischem Spektakel, visueller Inszenierung und musikalischem Genuss für alle Sinne, welche begeistern und berühren.
Mit monti 2012 – kopfüber! bietet die innovative Circusfamilie Muntwyler – bereits zweimal mit dem begehrten ’Prix Walo’ ausgezeichnet – zum 28. Mal ein komplett neues Circuserlebnis und bestätigt damit ihren wegweisenden Platz in der vielseitigen Schweizer Kulturszene.
Das rot-gelbe Circuszelt mit den bezaubernden Lichtgirlanden und der gepflegte Wagenpark laden die Besucherinnen und Besucher in eine Bilderbuchwelt ein, welche die Circusfaszination in romantischer Intensität aufleben lässt.
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